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Askaniasichter

        Das Getreide „sichten“ heißt, es von Verunreinigungen, gebrochenen
        Körnern, Unkrautsamen, Steinchen und Erdklumpen zu befreien, sowie die
        mahlprodukte zu sichten (zu sieben). Dazu bediente man sich
        jahrhundertlang verschiedenster Stoff- und Wollbeutel, Siebeaus Haaren und
        Metalldrähten, was je nach der verarbeiteten Menge sowohl zeitaufwendig
        als auch kräftezehrend war.

        Im 18. Jahrhundert wurden in Frankreich die ersten Sichtmaschinen
        entwickelt und verbreiteten sich recht bald in allen Mühlen. man
        unterscheidet je nach Bauform runde oder Sechskantsichter, auch
        Achtkantsichter wurden gebaut, oder man fertigte Flach- oder Plansichter bei
        denen schließlich verschiedene Siebe übereinander gesetzt werden. Diese
        Bauweise ist noch heute gebräuchlich.

               Le Blutteau, Frankriech 18. Jhd., kleiner Plansichter,und Askaniasichter
                                                          Deutschl. Anf. 20. Jhd.




        Französischer Rundsichter 18. Jhd.
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