Dosquetsche Mühle Halberstadt
38820 Halberstadt, Mühlenweg 1, Landkreis Harz
Koordinaten: 51.896673, 11.035960
Eigentümer(in): Ehemals Mühlenbesitzer Schaper
Das Objekt ist nicht als Denkmal ausgewiesen.
Wassermühle, oberschlächtiges (oder rückenschlächtiges) eisernes Wasserrad, ca. 1,5m Ø, Wasserlauf: Mühlgraben/Holtemme
Nutzungsarten: Getreidemühle

Baujahr: k.A. Betrieb bis: vermutlich bis in die 50er jahre des 20. Jhds.
Zustand: abgebrochen
Bis auf wenige Reste (Ufermauer, Überfallwehr) und einen Fachwerkschuppen abgerissen,
Technik: vermutlich oberschlächtiges, eisernes Wasserrad, 2-3 m breit, ca. 1,5m Ø, die übrige Mühlentechnik wurde im Lauf der Zeit wohl ausgebaut und verkauft.
Die Mühle gehörte einem Herrn Schaper. Dieser hatte wohl schon Anfang des 20. Jhds. wirtschaftliche Schwierigkeiten, die er mit einer Brandstiftung "zu beheben versuchte".
Auszug Halberstädter Intelligenzblatt  Zeitungsnotiz vom 10. Juni 1902 als Faksimile

Ob die daraus resultierenden polizeilichen Ermittlungen zu einer Verurteilung führten, ist mir nicht bekannt. Aber die Mühle wurde instand gesetzt und dann später an den Müllermeister Dosquet verpachtet.

(In den 60er jahren des 20.Jhds. habe ich noch nicht geahnt, dass ich mich im fortgeschrittenen Alter mit einem hartnäckigen Mühlenvirus infizieren würde. Sonst hätte ich gewiss damals versucht, den Müller bei seiner Arbeit oder wenigstens die stillgelegte Mühle zu besuchen.)

Bau- und Kunstgeschichte: Fachwerkgebäude mit Ziegelausfachung, zweigeschossig, Mühle und Wohnhaus unter einem Dach, Stallungen und Schuppen ebanfalls in Fachwerk ausgeführt.
Auf dem ehemaligen Mühlengelände ist inzwischen ein Autohaus etabliert, das Mühlengebäude sollte eigentlich instandgesetzt werden, wurde dann wohl aus wirtschäftlichen Erwägungen heraus abgebrochen. Es war in der Zwischenzeit auch völlig desolat, nochzumal es nach 1990 dort wiederum gebrannt hatte.













Aktualisierung Samstag, 07.07.2018