Barby, Turmholländermühle
Die Mühle ist bei der DGM registriert
39429 Barby, Calbenser Straße (L 68) , Salzlandkreis
Koordinaten: 51.958172, 11.870594
Eigentümer(in): privat
Das Objekt ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. - Erfassungsnummer: 094 60223 000 000 000 000
Turmholländerwindmühle, ehemals Bilausche Ventikanten, Flügel Ø 24m
Nutzungsarten: Getreidemühle

Baujahr: 1875
Zustand: schadhaft, eine Mehlstaubexplosion mit nachfolgendem Brand hatte die Mühle zu großen Teilen zerstört. Seit Juni 2010 hat die Mühle wieder eine Haube, das Rentnerehepaar hatte sie in Eigenleistung gebaut und mittels eines Kranes 20 Jahre nach dem Brand aufsetzen lassen.
Technische Ausstattung: 3 Walzenstühle Schweinefuß&Dolg, 1 Doppelstuhl, 1 Schrotstuhl, 4 Mischmaschinen, Reinigung, Putzmaschine, Schälmaschine, Bürstmaschine), Fahrstuhl,
Kulturgeschichte: Nach dem Brandschaden am 10.04.1990 wurde die Mühle durch die Firma Schuster Magdeburg wiederhergestellt.
Die Mühle hat für unsere Gegend riesige Ausmaße, Turmdurchmesser am Fuß 11m oben 9m, 18 m Höhe, weithin sichtbares Wahrzeichen, jedoch die letzte von ehemals 12 Windmühlen um Barby.

Die "Bilauschen Ventikanten" waren die Entwicklung eines Flugzeuingenieurs, der damit die Leistungsfähigkeit von Windmühlen entscheidend verbesserte, Allerdings waren solche Flügel teurer als hölzerne Jalousie- und Segelgatterflügel, die eigentlich bahnbrechende Entwicklung wurde letztlich von der Industrialisierung überholt und die Windmühle fast restlos vom Markt verdrängt.

Fotothek df rp-a 0190041 Barby (Elbe). Turmholländer, Baujahr 1875

Der Erfinder der Ventikantenflügel


Funktionierende Ventikanten sind heute nur selten anzutreffen. (In Sachsen-Anhalt derzeit nur in Bockwitz bei Zeitz und Klein-Germersleben, Magdeburger Börde, diese Flügel sind durch den Frühjahrssturm Friederike zerstört worden.).




Aktualisierung Samstag, 07.07.2018