Pfeffermühle Halberstadt
38820 Halberstadt, Spiegelsbergenweg 26, Landkreis Harz
Koordinaten: 51.881027, 11.048108
Eigentümer(in): k.A.
Das Objekt ist nicht als Denkmal ausgewiesen.
Wassermühle, Wasserlauf: Goldbach/Mühlgraben
Nutzungsarten: Getreidemühle

Baujahr, Betrieb bis: k.A.
Zustand: gut
Die Gebäudesubstanz ist im Grunde recht gut erhalten. Allerdings gibt es meines Wissens zufolge keinerlei Mühlentechnik mehr. Das Grundstück diente lange Zeit zu Wohnzwecken und als Domizil für Kunsthandwerker.
Technik: ohne
Die "Pfeffermühle" fand sich schon im Gewerbeverzeichnis ADRESSBUCH der Getreide-, Dünger- und Futtermittel - Händler, Mühlen u. Malzfabriken des DEUTSCHEN REICHES, Auflage 1926 nicht mehr unter den verzeichneten Gewerbetrieben. Demzufolge ruht der Mahlbetrieb wohl schon seit ca. 100 Jahren.
Bau- und Kunstgeschichte: Schmucklose Fachwerk- und Gewerbebauten aus Backstein, vermutlich nicht die Bausubstanz der ursprünglichen Mühle.
Bemerkungen: Ob hier je Pfeffer respektive Gewürze vermahlen wurden ist aus meiner Sicht fraglich, die Namensherkunft ist wohl unbekannt. Aus Osterwieck ist jedoch belegt, dass eine sogenannte "Peppermühle" vormals eine Papiermühle gewesen war, das könnte vielleicht auch hier zu der Namensgebung geführt haben.
Um 1937 war Herr Struve noch als Mühlenbesitzer angegeben, allerdings ohne Berufsbezeichnung. Was darauf schließen lässt, dass das Mühlengewerbe zu der Zeit schon nicht mehr ausgeübt wurde.

Gestern erreichte mich Post aus Augsburg. (Herzlichen Dank dafür!) Dabei waren Auszüge aus mehreren Amtsblättern der damaligen preußischen Verwaltung, die ich hier wiedergeben möchte.



Hiernach zu urteilen führte Herr Struve sein Gewerbe wohl so, dass Aufsichtsbehörden Grund hatten, gegen ihn vorzugehen. Was dann schließlich zur Einstellung des Mühlenbetriebes führte ist unbekannt.

Mühlengehöft vom Spiegelsbergenweg aus gesehen




Aktualisierung Samstag, 07.07.2018