Unseburg, Zentralstation
39435 Unseburg OT von Bördeaue, Wortstraße, Salzlandkreis
Koordinaten: 51.929988 11.517794
Das Objekt ist nicht als Kulturdenkmal ausgewiesen.
ehemaliger Wassermühlenstandort, nach Brand der Mühle als Kraftwerk aufgebaut;
Nutzungsarten: Energieerzeugung

Baujahr: als Mühle 1302 urkundlich erwähnt, Betrieb bis: Anfang des 20. Jhds. als Kraftwerk
Zustand: abgebrochen
Die Mühle brannte am 18. Juni 1872 nieder, der Müller bekam keine Erlaubnis diese wieder aufzubauen. Anstelle der Wassermühle wurde dann ein Kraftwerk errichtet, das die Braunschweigische Domäne mit Elektroenergie versorgte. Diese Domänen waren Güter im Besitz des Staates (hier also des Herzogtums Braunschweig), Nutznießer war jedoch der jeweilige Herrscher.
Zwei unterschlächtige Räder mit je 4m Durchmesser, 3,4m und 2,2m Breite trieben Generaotoren. Zum Kraftwerk gehörten Batterieanlagen mit (vermutlich) 110 Volt Spannung.
Der Müller bekam statt dessen die Erlaubnis, eine Holländermühle (voriger Datensatz) zu errichten.

Die Vorgängerin wurde 1302, 1333 und 1633 urkundlich erwähnt, es gab hier zwei unterschlächtige Räder (Die Mühlenbode hatte hier einfach zu wenig Gefälle, dafür aber ausreichend Wasser.)
Wirtschaftlich ging es dem Müller wohl schon lange Zeit recht schlecht, er klagte schon um 1685 darüber, dass ihm Windmühlen in der Umgebung Kunden abspenstig machten.

Quelle: Volksstimme-Artikel vom 20.08.2013
Die "Zentralstation" hatte Ähnlichkeit mit der sogenannten "Lichtmühle" von Gröningen. Es war wohl zu der Zeit eine recht weit verbeitete Bauweise für solche Kleinkraftwerke. (Foto "Lichtmühle" Gröningen im Juli 2019)





Aktualisierung Samstag, 07.07.2018